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Wiesbachhorn (Normalweg)

veröffentlicht am: 21.06.2008
Information per: 21.06.2008
Tourenart: Bergtour
Land: Oesterreich
Region: Salzburg
Gebirgszug: Glocknergruppe

Anzahl der Bilder: 5

Autor: Tobias Watzek

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Wiesbachhorn (Normalweg)

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vom: 01.07.2007
vom: 24.09.2005

Kartenmaterial


Führer

Berghöhe: 3.564 mKommentar
 
 
Schwierigkeit Aufstieg: mittelKommentar
 
 
Schwierigkeit Abstieg: mittelKommentar
 
 
Allgemeines zur Tour:

Das Große Wiesbachhorn liegt im Bundesland Salzburg in Österreich und ist mit einer Höhe von 3.564 m (nach anderen Quellen 3.570 m) der dritthöchste Gipfel der Glocknergruppe.

Der vollkommen freistehende Firndom bildet den Hauptgipfel des Fuscher / Kapruner Kammes und wird oft als Rivale zum Großglockner gesehen.

Der tiefe Absturz gegen Osten und Südosten hat mit 2.418 m den größten Höhenunterschied zwischen Tal und Gipfel in den Ostalpen. Von alpinistischer Bedeutung war die Erstbesteigung der Nordwestwand am 15. Juli 1924 durch Franz Riegele und Willo Welzenbach. Sie verwendeten zur Fortbewegung zum ersten Mal Eisnägel, die später zu Eisschrauben weiterentwickelt wurden. Die Nordwestwand war eine der klassischen Eiswände der Ostalpen, ist mittlerweile jedoch abgeschmolzen.
Kommentar
 
 
Charakter:

Der Normalweg auf das Wiesbachhorn ist eine meiner Lieblingstouren, die ich versuche, jedes Jahr in meiner Tourenplanung unterzubringen.

Der Reiz der Tour liegt zum einen schon in der Zufahrt zum Mooserboden, bei der man einen Einblick in die mächtigen Staumauern und Kraftwerksanlagen der Kapruner Stauseen bekommt. Zum anderen ist das Wiesbachhorn ein herrlicher 3.000-er der Glocknergruppe, welcher als Tagestour ohne größere technische Schwierigkeiten machbar ist.

Der Ausblick auf die Glocknergruppe, die Kapruner Stauseen sowie die Grossglockner Hochalpenstrasse belohnt für die doch nicht wenigen Höhenmeter.
Kommentar
 
 
Tourenbeschreibung:

Du solltest unbedingt versuchen, den ersten Bus zu erreichen. Generell sollte man während der Tour nicht allzu brodeln, denn wer den letzten Bus versäumt, muss den weiten Weg hinaus gehen. Die Fahrzeiten am besten beim Busfahrer erfragen. Diese wechseln im Sommer und Herbst. Der erste Bus fährt auch immer über die Staumauer hinüber, das spart Zeit.

Ausgestiegen, gehst Du über die kleine linke Staumauer zum Beginn des Weges Nr. 718 zum Heinrich-Schwaiger-Haus. Dieser steigt steil in vielen Serpentinen zügig an. Im oberen Teil, noch vor der Hütte gelangst Du stellenweise zu Seilhandläufen. Schließlich nach zirka 2 Stunden gelangst Du zur Hütte bzw. kannst Du schon zirka 200 m vor der Hütte links ansteigen, um zu einer Stahlseilversicherung zu gelangen.

An dieser kletterst Du hoch und folgst dem z.T. schlecht, mit kleinen roten Punkten markierten Weg steil durch felsiges Gelände an eine 2. kurze Stahlseilversicherung.

Nach dieser erreichst Du ein kleines Felspodest (Gedenktafel) und blickst auf den Aufschwung zum Fochezkopf. Links fällt steil die Fochezkopf-Nordflanke ab. Zumeist legt man hier je nach Schneelage und Jahreszeit Steigeisen an. Viele Bergsteiger seilen sich hier an. Im warmen Sommer 2003 konnte ich auch von hier weiter ohne Schneeberührung zum Gipfel gelangen, was aber nicht üblich ist.

Nun steigst Du die ersten Meter auf einem schmalen Grat, dann breiter zum Fochezkopf auf. Ab diesem hast Du einen sehr schönen Blick auf den Kaindlgrat, die NW-Wand und den restlichen Verlauf der Tour.

Folge nun immer dem Kaindlgrat, bis dieser an die felsigen Passagen des Gipfelgrates stößt.

Hier hast Du nun je nach Schneelage die Möglichkeit, den direkten Westgrat zu wählen (leichte Kletterei) oder die S-Flanke zu queren, um dann am SO-Grat anzusteigen. Beide Varianten sind sehr schön.

Die letzten Meter zum Gipfel gehst Du dann auf einem zumeist schmalen Grat.

Der Abstieg verläuft ident wie der Aufstieg.
Kommentar
 
 
Varianten:

Das Wiesbachhorn hat viele Zustiege:

1. über die Schwarzenberghütte (als einzelner Gipfel oder in Kombination mit Klockerin und Bratschenkopf)

2. Überschreitung von der Ferleiten über den Sandbodenkopf und das Kleine Wiesbachhorn (sehr lange und anspruchsvolle Tour)

3. Süd-Ostflanke
Kommentar
 
 
Höhenmeter Aufstieg: knapp 1.600 HöhenmeterKommentar
 
 
Höhenmeter Abstieg: knapp 1.600 HöhenmeterKommentar
 
 
Gehzeit: Aufstieg: 4 Stunden / Abstieg: 2,5 StundenKommentar
 
 
Talort: KaprunKommentar
 
 
Talorthöhe: 786 mKommentar
 
 
Stützpunkt: Heinrich-Schwaiger-HausKommentar
 
 
Stützpunkthöhe: 2.802 mKommentar
 
 
Zustieg zum Stützpunkt:

Ausgangspunkt ist das Restaurant ´Heidnische Kirche´ am Stausee Mooserboden, das vom Kesselfall-Alpenhaus bei Kaprun mit Pendelbussen und über den Lärchwand-Schrägaufzug erreichbar ist. Von dort über die Kronen der beiden Staumauern ans Ostufer und in 2,5 Std. auf Weg Nr. 718 zur Hütte.
Kommentar
 
 
Dauer Zustieg zum Stützpunkt: 2,5 StundenKommentar
 
 
Anreise / Zufahrt:

Von Kaprun fährst Du die Strasse hinauf zum Gletscherskigebiet Kitzsteinhorn ins Kapruner Tal, vorbei an den Talstationen der Lifte weiter ins Kapruner Tal und dann am Ende einige Kehren hinauf zum Parkhaus beim Gasthof Kesselfall.
Kommentar
 
 
Ausrichtung: WKommentar
 
 
Schoenheit der Route: sehr schoenKommentar
 
 
Beste Jahreszeit: HerbstKommentar
 
 
Bemerkung:

Ausrüstung für hochalpine Bergtouren erforderlich! Steigeisen nicht vergessen!
Kommentar
 
 
Geeignet als Skitour? neinKommentar
 
 
Geeignet als Snowboardtour? neinKommentar
 
 
Kinderfreundlich? neinKommentar
 
 
 
       
   
 
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